Der Weg der kleinen Schritte

Ein neues Jahr. Ich ziehe Bilanz, nehme mir vor einiges anders zu machen. Schnell etabliert sich der Alltag wieder. Oft bin ich überfordert. Und den Menschen um mich rum geht es nicht anders. Das ist ein schmaler Trost.

Beim Nachrichten schauen wird mir leicht schlecht. Es geht der Welt nicht gut. Es geht der Menschheit nicht gut. Ich fühle mich machtlos. Was kann ich tun? Wie soll ich leben damit ich es nicht schlimmer mache und damit ich vielleicht auch Teil der Lösung werde? Wie soll ich meine Kinder erziehen?

 

Aber ich will mich auch nicht belasten mit zu großen Gedanken und Ziele.

Das macht kein Sinn. Da bin ich wieder überfordert.

Immer mehr bin ich Anhängerin vom „Weg der kleinen Schritte“.

Oder auch einen Schritt nach dem anderen.

 

Jeden Tag ist eine Aneinanderreihung von Momente. Jeden Moment entscheide ich wie ich diesen Moment erlebe. Wie bewusst entscheide ich? Es gibt nur den einen Moment und doch bin ich meistens mit etwas anderes beschäftigt. Ich bin entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft, selten im Jetzt.

 

Wenn ich nur den einen Moment habe, was ist dann am wichtigsten in diesem Moment?

Egal was ich gerade tue, ich möchte da sein, anwesend sein, präsent sein.

Und ich möchte mir bewusst sein über die Qualität meiner Präsenz.

Für meine Kinder, für meinen Mann, für die Leute die ich begegne, für meine Katze, in meiner Arbeit, beim Einkaufen oder Kochen…, ja, und auch für die große Welt.

 

Wie übe ich das?

 

Es gibt sicher mehrere Praktiken die Präsent-Sein üben.

Ich habe starke Erfahrungen gemacht mit der Feldenkrais-Arbeit.

Es ist nicht so verkopft und ankert meinen Gedanken und Gefühlen in meinem Körper.

Das fokussierte Richten meiner Aufmerksamkeit auf das von Innen heraus Spüren, das ist wie ein Denken ohne Denken. Spüren wie ich etwas mache, ohne es speziell zu bewerten oder zu erklären. Ich übe Akzeptanz, die Dinge sind vorerst wie sie sind, und bei jedem Atemzug komme ich mehr im jetzt Sein.

 

Ich bin glücklich wenn ich so mit mir selbst bin. Es ist wie zu Hause ankommen.

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